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Patanjali

Patanjali wird als der Urvater des klassischen Yogas angesehen. Seine Lebenszeit wird im 2. Jahrhundert vor Chr. angegeben. Doch wie bei vielen alten indischen Weisen ist dies nicht genau überliefert. Auf  Abbildern wird er als Inkarnation des Schlangengottes Shesha dargestellt.
Er gilt als der Verfasser der 195 Sutras, diese gelten als Grundlage aller Yogasysteme.
Sutras sind sehr kurze, prägnante und bedeutungsvolle Lehrsätze.

1. Sutra

atha Yoga-anusasanam - Nun (folgt) die Disziplin des Yoga.

2. Sutra

Yogas citta-vritti-nirodah - Yoga ist der Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.

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Achtgliedriger Pfad:

Der bekannteste Teil der Sutras ist der "Achtgliedrige Pfad" oder auch "Achtblättrige Blüte" genannt.

Yama - Ethik, Moral

Gewaltlosigkeit
Wahrhaftigkeit
Nicht-Stehlen
Mäßigung
Nicht-Begehren

Niyama - Selbtsdisziplin

Reinheit
Zufriedenheit
Askese
Selbststudium
Hingabe (an das Höchste)

Asana

Die körperliche Praxis. Asanas sind die Körperhaltungen.

Pranayama

Die bewusste Lenkung von Prana (Lebenskraft) im Körper durch bestimmte Atemtechniken.

Prathyahara

Zurückziehen der Sinne. Die Sinne lösen sich von den äußeren Einflüssen, sie kommen im Geiste zur Ruhe.

Dharana

Konzentration auf ein Objekt. Aktives Bemühen den Geist auf ein Objekt (z.B. Kerze) zu konzentrieren. Damit wird der Geist fokussiert, so dass er keinen anderen Einflüssen nachgeben kann.

Dhyana

Meditation
Zur Ruhe kommen des Geistes.

Samadhi

Erleuchtung
Erfahrung der absoluten Einheit ohne Bewertungen des Selbst. 

 

Abb. des Patanjali: Wikipedia, Patanjali as an incarnation of Adi Sesha, 6.9.2006, Urheber: Rpba